Wer kennt sie nicht? Die gemütlichen Grillabende, bei denen man mit dem Element Feuer, gewöhnliche Speisen in einen wahren Gaumenschmaus verwandeln kann. Steaks in der Pfanne sind angenehm, aber ein richtiger Leckerbissen werden sie erst wenn man sie auf einem Rost über glühenden Kohlen grillt.
Das Lendensteak ist ein beliebtes Fleisch auf dem Grill. Mit feinen Fettäderchen, welche als Geschmacksträger fungieren, ist dieses Rindfleisch für die Glut perfekt geeignet. Verschiedene Rezepte kursieren im Internet und in Fachzeitschriften. Worauf muss man achten? Marinieren oder nur würzen? Wie lange ist die Garzeit auf dem Grill? Dies alles sind Fragen, welche bedacht werden sollten, um einen herrlichen Geschmack zu erhalten.
Die Wahl des Fleisches ist essentiell
Das Lendensteak vom Rind ist, wie schon oben erwähnt, durch seinen Fettgehalt ein wahrer Schwamm für Geschmäcker und Aromen. Zu viel Fett ist jedoch auch nicht gut. Wurde ein Stück Fleisch erwischt, welches außen zuviel fett angelagert hat, sollte dieses vor dem Grillen entfernen. Ein gutes Lendensteak sollte nicht dicker als 2 cm bis 3 cm. sein. Die Länge und Breite kann je nach Tier und Verarbeitungsweise variieren und ist nicht für die eigentliche Garzeit von Bedeutung. Ist ein großes Stück zentral auf dem Grill platziert, wird es gleichmäßig gar.
Vorbereitung ist alles
Für einen gut gelungenen Grillabend, ist es immer gut das Fleisch zu marinieren. Typische Marinaden sind die in Deutschland weit verbreiteten Biermarinaden. Dazu legt man das Fleisch für mindestens 24 Stunden in einer Marinade aus einer Flasche Bier, drei Zwiebeln, Salz und Pfeffer ein. Die lange Zeit ist notwendig, damit das Fleisch den Geschmack gut aufnimmt. Wer es ein wenig exotischer mag, der kann das Lendensteak auch in einer Chilimarinade einlegen. Für diese Marinade wird Kokosmilch, Chili, Pfeffer, Salz, rote Zwiebeln und Paprika benötigt. Die gewählte Marinade hängt vom persönlichen Geschmack ab. Fakt jedoch ist die Anpassungsfähigkeit des Rindfleischs. Trotz dieser Anpassungsfähigkeit verliert das Lendensteak jedoch nie seinen persönlichen Geschmack.
Der große Augenblick
Welchen Grill verwenden? Die Wahl des Grills kann man den örtlichen Gegebenheiten und dem persönlichen Geschmack anpassen. Der Geschmack des Lendensteaks wird nicht direkt beeinflusst. Es bleibt lediglich zu sagen, dass ein Kugelgrill das Fleisch saftiger werden lässt und dass ein Kohlegrill nur den rauchigen Geschmack bringt, den manch einer liebt und manch einer hasst. Ansonsten gilt die Faustregel. Ist die Glut so heiß, dass die Hand maximal 3 Sekunden über dem Rost gehalten werden kann, so ist der Grill bereit. bei der Verwendung eines offenen Grills, sollte nicht mit zu viel Hitze gearbeitet werden, eine längere Garzeit birgt auch zarteres Fleisch. Beim Wenden scheiden sich die Geister. Während manch einer behauptet dass man das Steak nur einmal wenden darf, nämlich dann wenn eine Seite gut durch ist, so schwören andere auf das regelmäßige Wenden um den Saft zu erhalten und somit das Fleisch nicht zu trocken werden zu lassen. Auch hier ist wieder der persönliche Geschmack die erste Grundregel. Für ein blutiges Steak sind 2 Minuten je Seite zum Grillen ausreichend. Für ein medium Steak 3 Minuten von beiden Seiten und für ein durchgegartes Steak 5 Minuten von beiden Seiten als Faustregel.
Qualität ist das beste Rezept
Waren die ersten Versuche ein Lendensteak zu grillen erfolgreich, so steht der Zubereitung von teureren Lendensteaks, wie zum Beispiel von argentinischen Rindern, nichts mehr im Wege. Die Preise für solch qualitativ hochwertige Produkte, sind mitunter sehr hoch, belohnen jedoch den Grillmeister und dessen Gäste mit einzigartigem Geschmack. Sommerzeit ist Grillzeit und das Lendensteak wird immer einen festen Platz auf dem Tisch haben.
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