Winterzeit ist Muschelzeit!

Muscheln sind eine besondere Köstlichkeit auf dem Spezialitäten – Markt. Gerade in Hafenstädten lassen sich die leckeren Schalentiere zu beinah jeder Jahreszeit frisch erwerben. Am schmackhaftesten sind sie allerdings zwischen den Monaten November und April, da sie zu dieser Jahreszeit gehaltvoller als in den Sommermonaten sind. Das liegt am gesteigerten Fettanteil nach abgeschlossener Laichzeit.

Bei frischem Erwerb sollten die Muscheln möglichst noch leben, Erkennungszeichen hiefür sind fest geschlossene Schalen oder die Muschel schliesst sich sofort bei Berührung. Die Ware sollte in klarem Eiswasser aufbewahrt sein, im Wasser dürfen keinerlei Verunreinigungen sichtbar sein.

Die bekanntesten Muscheln

Die bekannteste der Gattung Muschel ist die Miesmuschel. Diese werden für die kommerzielle Vermarktung in großen Anlagen gezüchtet, welches die Belastung durch Umweltgifte weitgehend ausschließt. Muscheln filtern bis zu 100 Liter Wasser täglich und nehmen so in freier Natur auch Schadstoffe auf. Neben der weit verbreiteten Miesmuschel werden häufig auch die Venus-, Herz- und Jacobsmuschel angeboten. Hier gelten selbe Regeln zur Frischeprüfung. Ganz entscheidend ist auch der frische Geruch einer Muschel, alles andere würde auf einen Eiweißabbau hinweisen. Muscheln bestehen beinah ausschließlich aus hochwertigem Eiweiß dessen Zerfall sich anhand Ammoniakgeruchs feststellen lässt. Verdorbene Muscheln dürfen nicht mehr verzehrt werden.

Die Haltbarkeit der Muscheln

Frische Muscheln sollen nicht länger als einen Tag in kaltem Wasser im Kühlschrank lagern. Die Kühlkette darf vom Händler bis zum Verbraucher nicht unterbrochen werden. Vor der Zubereitung die Muscheln nochmals ungefähr eine Stunde in kaltes Wasser legen, aufgebrochene und offen stehende Schalentiere aussortieren, denn diese sind nicht genießbar. Mit einer Bürste die Schalen von Sand und von Algen befreien

Die Zubereitung von Muscheln

Während Austern ausschließlich roh verzehrt werden alle anderen Sorten gegart. Sehr beliebt ist das kurze Kochen in einem vorbereiteten Weinsud. Hierzu empfiehlt sich die Muscheln zuvor eine Minute in einfachem, klarem Wasser vorzugaren, um den restlichen Sand auszuspülen. Sollten nach diesem Vorgang noch geschlossene Muscheln vorhanden sein diese ebenfalls entfernen. Faustregel: frische Muscheln sind vor dem Kochen geschlossen und nach dem Kochen geöffnet, alles andere deutet auf Verdorbenheit hin und ist nicht zum Verzehr geeignet.

Gegarte Muscheln lassen sich übrigens im Kühlschrank ohne Probleme noch gut zwei Tage aufbewahren. Im gekochten Zustand – und nur in diesem – lassen sie sich auch hervorragend einfrieren, da sie durch das Garen ihr Aroma behalten. Genau aus diesem Grund sollten auch tiefgekühlte Muscheln nur vorgegart gekauft werden.

Muscheln bieten zahlreiche Variationsmöglichkeiten in der Küche. Selbst einfache Spaghetti lassen sich durch eine Muschelauflage zu einer Gourmetspeise aufwerten. Auch als Vorspeise oder Antipasti sind Muscheln ein absolutes Highlight. Speziell die großen Jacobsmuscheln lassen sich wunderbar mit Käse überbacken und liefern dadurch Gaumen und Auge ein absolutes Hochgefühl. Muscheln sind hochwertige und gesunde Köstlichkeiten die jeden Speiseplan bereichern.