Champagner - ein wahrlich göttliches Getränk

Kleine Geschichte des Champagners

War es der Marquis Charles Saint Èvermont, dem im Frühjahr 1662 im warmen Keller durch Druck der Korken aus der Flasche sprang, da durch die hohe Temperatur und dem Restzucker eine zweite Gärung entstand? Oder war es wie so oft ein Mönch? In diesem Fall der Benediktiner-Mönch Dom Pierre Pérignon aus der Abtei St.-Pierre d’Hautvillers? Er hatte nachweislich das Verschneiden von Jahrgängen, Assemblage, perfekt beherrscht. Salonfähig gemacht hat den Champagner jedoch der Sonnenkönig Louis XIV, der dieses Getränk abgöttisch liebte.

Champagner und seine Herstellungsmethoden

Die Flaschengärung ist die traditionelle Methode zu Herstellung eines Champagners. Nach dem Ausbau von normalem Wein wird er ein zweites Mal vergoren. Damit es zur zweiten Gärung kommt, wird dem Wein Rohr- oder Rübenzucker mit wenig Hefe zugeführt. Dann werden die Flaschen mit einem Kronkorken verschlossen. Diese Zweitgärung kann mehrere Jahre dauern. Besonders gute Champagner lagern zehn, zwanzig, selten sogar fünfzig Jahre.

Die Hohe Kunst des Verschneidens

Das Verschneiden entscheidet über den Charakter und die Qualität des Champagners. Die Cuvée, also die Mischung, besteht bei den besten Champagnern aus bis zu fünfzig verschiedenen Weinsorten. Wie diese aussieht, ist eines der am besten gehüteten Geheimnisse der Hersteller. Auf jeden Fall erfordert die Zusammenstellung der Weine und der Jahrgänge ein Höchstmaß an Erfahrung.

Der weitere Herstellungsprozess von Champagner

Jetzt beginnt die Zeit des Rüttelns. Die Flaschen werden mit dem Hals nach unten in die schräg gestellten Rüttelpulte gesteckt und bis zu drei Monate lang jeden Tag manuell gerüttelt und und so lange gedreht, bis die Flaschen auf dem Kopf stehen und der Bodensatz im Flaschenhals sitzt. So bald dies geschehen ist, werden gute Champagner bis zu fünf Jahre auf dem Kopf stehend gelagert, um dann in eine eiskalte Salzlösung gesteckt zu werden, denn nur so wird beim Entfernen des Kronkorkens der dann gefrorene Bodensatz heraus geschleudert.

Was sollte man beim Kauf von Champagner beachten?

Was viele Champagner-Trinker nicht wissen, Champagner wird aus Rotweintrauben hergestellt. Champagner, der aus weißen Trauben gekeltert wird, ist ein "Blanc de Blanc". Die Dosage, die aus süßen Weinen besteht und vor dem Verkorken zugeführt wird, entscheidet über die Geschmacksnote. Man unterscheidet dabei: Doux, sehr süß (selten bei Champagner) Sec, ziemlich süß Demi Sec, leicht süß Brut, trockener Champagner Extra Brut, sehr trockener Champagner Ultra Brut oder Brut integral, ein vollkommen ungesüßte Dosage.

Auf diese Bezeichnungen muss man beim Einkauf achten, aber es dürfte leicht sein, hier den richtigen Champagner zu finden.

Die Champagner-Flaschen Die Standardgröße ist die 0,75-Liter-Flasche. Es gibt jedoch auch noch andere Größen: Magnum: 1,5 Liter Jeroboam: 3 Liter Rehoboam: 4,5 Liter Methusalem: 6 Liter Salmanazar: 9 Liter Balthasar: 12 Liter Nebukadnezar: 15 Liter

Die ganz großen Flaschengrößen sind nur schwer in deutschen Weinläden zu bekommen. Wer jedoch eine solche Flaschengröße möchte, der sollte sich im Internet informieren. Auch die größte Flasche wird nach der traditionellem Methode hergestellt und hat deshalb die gleiche Qualität.